Hegene mit Vorbleimontage oder mit Tiroler Holz
Das Fischen mit der Hegene gehört zu den beliebtesten Methoden an Bergseen, da sie sowohl präzise als auch flexibel einsetzbar ist. Besonders in klaren und tiefen Alpgewässern erlaubt diese Technik eine feine Präsentation der Nymphen und Lockkörper. Je nach Bodenbeschaffenheit und gewünschtem Verhalten der Montage kann ein Vorblei oder ein Tiroler Holz eingesetzt werden. Beide Varianten haben ihre individuellen Vorteile und eignen sich hervorragend für Saiblinge und Forellen in alpinen Seen.
Aufbau der Montage
Am Ende des Vorfachs aus Monofil oder Fluorocarbon mit einem Durchmesser von 0.20 bis 0.25 Millimeter und einer Länge von etwa 150 Zentimetern wird entweder ein Vorblei wie ein Birnenblei zwischen 15 und 25 Gramm oder ein Tiroler Holz befestigt. Entlang des Vorfachs können bis zu drei Nymphen oder bis zu fünf Hegenenhaken in den Grössen 8 bis 16 angebracht werden. Dies erfolgt mittels Springerknoten oder Dropper Loop in gleichmässigen Abständen, damit die Köder sauber im Wasser stehen. Alternativ kann eine fertig gebundene Hegene verwendet werden, die lediglich mit Vorfach und Gewicht kombiniert werden muss.
Vorteile der Hegene-Montage im Bergsee
- Eine Vorbleimontage sinkt schnell und eignet sich besonders gut für grössere Tiefen oder wenn die Fische in Bodennähe stehen. Das Gewicht sorgt für eine direkte Übertragung der Bewegungen, was das Erspüren von feinen Bissen erleichtert.
- Das Tiroler Holz entfaltet seine Stärken auf weichem oder steinigem Grund, da es weniger leicht hängen bleibt. Durch seine leicht aufrichtende Form bleibt die Montage sauber über dem Boden und gibt den Nymphen ein noch natürlicheres Spiel.
- Beide Varianten zeigen ihre Wirkung besonders gut in klaren Bergseen, da die Fische oft sehr vorsichtig reagieren und eine fein geführte Hegene deutlich mehr Bisse erzeugen kann.
Köderführung
Die Montage kann am Grund abgelegt werden. Dabei wird die Hauptschnur mit einem Bissanzeiger leicht gespannt und gewartet, bis sich ein Biss zeigt.
Alternativ kann man die Hegene langsam einholen und mit feinen Zupfbewegungen beleben. Besonders Saiblinge reagieren oft auf diese dezente Animation. Wichtig ist ein ruhiger Ablauf, da die Fische in Bergseen sensibel auf unnatürliche Bewegungen reagieren.
Köder
- Nymphyen
- rohe, kleine Pouletstückchen
- Gamben
- Schlund (Fischinnereien)
- Maden oder Regenwürmer