Grundmontage mit Sbirolino
Der Sbirolino gehört zu den beliebtesten Montagen beim Fischen in Bergseen. Er ermöglicht weite Würfe, eine sensible Köderpräsentation und eine nahezu widerstandslose Bissübertragung. Besonders bei der Fischerei auf Forellen in klaren und tiefen Berggewässern spielt diese Montage ihre Stärken aus. Je nach Sinkgeschwindigkeit lässt sich der Köder exakt in der gewünschten Tiefe führen und sehr natürlich präsentieren.
Aufbau der Montage
Der sinkende oder schnell sinkende Sbirolino (1) mit 15 bis 25 Gramm wird zuerst auf die Hauptschnur gezogen. Danach folgen zwei bis drei Gummiperlen als Schutz für den Knoten. Anschliessend verbindet man die Hauptschnur über einen beliebigen Wirbel mit dem Vorfach aus Monofil oder Fluorocarbon in der Stärke 0.20 bis 0.25 Millimeter. Die Länge des Vorfachs beträgt je nach Situation 80 bis 150 Zentimeter. Alternativ zum Knoten kann ein NoKnot Verbinder eingesetzt werden.
Der Haken (2) wird direkt am Vorfach befestigt und sollte je nach Ködergrösse in der Grösse 6 bis 8 gewählt werden.
Optional: Für eine auftreibende Montage kann eine kleine Styropor-Auftriebskugel (★) auf dem Vorfach platziert werden.
Vorteile der Sbirolino-Montage im Bergsee
- Weite und präzise Würfe dank des hohen Gewichts bei dennoch feiner Köderpräsentation
- Die Schnur gleitet nahezu widerstandslos durch den Sbirolino
- Sehr sensibel bei vorsichtigen Forellenbissen
- Geeignet für natürliche und künstliche Köder in klaren Bergseen
- Flexible Tiefenführung durch unterschiedliche Sinkgeschwindigkeiten
Köderführung
Der Köder kann auf verschiedene Arten angeboten werden. Entweder lässt man ihn am Grund liegen und spannt die Hauptschnur mit einem Bissanzeiger. Dann heisst es warten bis der Biss kommt. Alternativ kann der Köder langsam eingeholt werden. Kurze, leichte Zupfbewegungen bringen zusätzliche Aktion und reizen die Forellen häufig zum Anbiss.
Tipp
Im Gegensatz zum Olivenblei und zur Ghost Montage läuft die Schnur ohne Widerstand durch den Sbirolino. Dadurch spüren die Fische beim Biss kaum Zug und nehmen den Köder deutlich selbstbewusster.
Köder
- 1-2 Bienenmaden
- 2-3 Regenwürmer
- Schlund (Fischinnereien)
- Köderfisch